Berechtigungen in Microsoft Loop richtig steuern: So gelingt nahtlose Zusammenarbeit

15. September 2025

Loop-Komponenten sind kleine, dynamische Bausteine (Tabellen, Checklisten, Aufgaben etc.), die Sie in verschiedenen Microsoft-365-Apps einbetten. Der Clou: Eine Änderung wirkt überall. Entscheidend ist daher, wer bearbeiten darf und wo die Komponente gespeichert wird. Beides bestimmt, wie reibungslos Zusammenarbeit funktioniert – intern wie extern.

Speicherorte auf einen Blick

Je nach App landet die Loop-Datei an unterschiedlichen Orten:

  • Outlook: Ihr OneDrive, Ordner „Anlagen“
  • OneNote: Ihr OneDrive, Ordner „OneNote Loop Files“
  • 1:1- und Gruppenchat in Teams: Ihr OneDrive, Ordner „Microsoft Teams Chat Files“
  • Kanal in Teams: SharePoint-Teamwebsite > Dokumente > Kanalordner
  • Besprechungen:
    • über Kanal geplant: SharePoint-Teamwebsite > Kanalordner > „Besprechungen“
    • über Outlook oder Teams-Kalender geplant: Ihr OneDrive, Ordner „Besprechungen“

Diese Orte legen die Zugriffslogik fest: OneDrive folgt Ihren persönlichen Freigaben, der Kanal nutzt die Team-/Kanalberechtigungen in SharePoint.

Outlook (klassisch und neu): Einfügen und Rechte steuern

Wenn Sie in Outlook eine Loop-Komponente einfügen, ist der Standard häufig „nur anzeigen“. Das gilt sowohl im klassischen als auch im neuen Outlook, auch wenn die Darstellung unterschiedlich wirkt. So ändern Sie das:

  • Klicken Sie in der E-Mail auf den Namen der Komponente.
  • Wählen Sie Zugriff verwalten.
  • Stellen Sie von „Kann anzeigen“ auf „Kann bearbeiten“ um und übernehmen Sie die Änderung.

Tipp: Prüfen Sie in Organisationen mit externen Empfängerinnen und Empfängern zusätzlich die Freigabeeinstellungen Ihres OneDrive-Links.

OneNote: „Einfügen und Teilen“ ist der Schlüssel

Fügen Sie eine Komponente über Einfügen in OneNote hinzu, erhalten Sie eine Auswahl:

  • „Einfügen und Teilen“ sorgt dafür, dass alle Personen mit Zugriff auf das Notizbuch die Komponente direkt bearbeiten können.
  • Reines Einfügen erzeugt oft eine Ansicht, die nicht automatisch Bearbeitungsrechte verteilt.

Wenn Sie gemeinschaftlich arbeiten möchten, wählen Sie in der Regel „Einfügen und Teilen“.

Teams-Chat und Kanal: Zusammenarbeit out of the box

  • 1:1- oder Gruppenchats: Alle Teilnehmenden des Chats können die Komponente in der Regel sofort bearbeiten. Die Datei liegt in Ihrem OneDrive („Microsoft Teams Chat Files“), die Chatteilnehmenden erhalten Zugriffsrechte.
  • Kanäle: In Kanalunterhaltungen greifen die Team-/Kanalberechtigungen. Wer den Kanal sehen darf, kann auch an der Komponente arbeiten. Eine Umstellung auf „Nur lesen“ macht hier selten Sinn, weil es dem Kanalprinzip widerspricht.

Besprechungen: Drei Konstellationen, drei Effekte

  • Über einen Kanal geplant: Die Meeting-Notizen/Agenda als Loop-Komponente liegen im Kanalordner auf SharePoint. Alle Kanalmitglieder können live mitarbeiten.
  • Über Outlook-Kalender geplant: Die Komponente landet in Ihrem OneDrive („Besprechungen“). Personen aus Ihrer Organisation können in der Regel bearbeiten; externe Gäste sehen meist nur die Ansicht – abhängig von den Gast-/Freigaberichtlinien Ihres Tenants.
  • Über den Teams-Kalender geplant: Verhalten wie bei Outlook. Sie können die Agenda bereits beim Planen hinzufügen oder während des Meetings über „Notizen“ einblenden.

Hinweis: Organisationsweite Richtlinien (z. B. externe Freigaben) haben Vorrang. Wenn extern nur lesen darf, ist das kein Loop-Fehler, sondern Governance.

Kopieren, verlinken, verschieben: So bleiben Sie flexibel

  • Kopieren: Kopieren Sie eine Komponente und fügen Sie sie in einer anderen App ein, bleibt sie standardmäßig bearbeitbar und synchron.
  • Als Link einfügen: Möchten Sie nur verweisen, fügen Sie nach dem Einsetzen als „Link/Verknüpfen“ ein. Bearbeitungen sind dann nur in der Loop-App bzw. am Original möglich.
  • In einen Arbeitsbereich verschieben: Über das Komponentemenü können Sie die Datei einer Loop-Seite oder einem Arbeitsbereich zuordnen – hilfreich, um verstreute Inhalte zu konsolidieren.

Best Practices, die Zeit sparen

  • Erst Zielgruppe klären, dann einfügen: Sollen externe Partner mitarbeiten? Dann prüfen Sie vorab die Freigaberichtlinien und wählen den passenden Ort (Kanal vs. OneDrive).
  • In Outlook Berechtigungen aktiv setzen: Standard ist oft „Nur anzeigen“. Für Co-Creation bewusst „Kann bearbeiten“ wählen.
  • In OneNote immer „Einfügen und Teilen“ nutzen, wenn gemeinsam gearbeitet wird.
  • Für Teamthemen bevorzugt Kanäle verwenden: Rechte folgen automatisch der Teamstruktur.
  • Komponenten benennen: Aussagekräftige Namen erleichtern das Auffinden im OneDrive/SharePoint.
  • Governance im Blick behalten: Admin-Policies für externes Teilen, Linktypen und Standardberechtigungen bestimmen das Verhalten maßgeblich.

Mit diesem Wissen entscheiden Sie bewusst, wo Sie Loop-Komponenten ablegen – und wer wirklich mitgestalten darf. So wird aus „schon irgendwie teilen“ eine sichere, schnelle und nachvollziehbare Zusammenarbeit.

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